Demokratiekonferenz 2019

Am 05. September 2019 fand im CCS Suhl die zweite, stadtweite Demokratiekonferenz des Jahres statt. Im Mittelpunkt standen junge Menschen und ihre Forderungen. Ein intensiver Austausch fand zu den Themen Etablierung einer eigenständigen Jugendpolitik und Möglichkeiten der Jugendbeteiligung in Suhl statt. Organisiert wurde die Konferenz vom Lokalen Aktionsplan „Suhl bekennt Farbe“. Den spannenden Workshops und lebhaften Diskussionen sind folgende Forderungen an die Stadt erwachsen: 

Jugendforderungen aus der Demokratiekonferenz "Junge Demokratie"

1. In der Stadt Suhl sollen Orte geschaffen werden, an denen junge Menschen unter sich sein können, ohne ständig als unerwünschter Störfaktor wahrgenommen zu werden. Denkbar wäre hier z.B. ein Raum im Stadtpark, den junge Menschen ihren Wünschen entsprechend gestalten können. So könnte ein klares Zeichen vonseiten der Stadt dafür gesetzt werden, dass Jugend ein ganz selbstverständlicher Teil des Stadtbildes und damit auch der städtischen Öffentlichkeit ist.

2. Junge Menschen wollen in einer schönen und sauberen Stadt leben. Deshalb fordern sie zusätzliche, möglicherweise auch durch sie gestaltete, Sitzgelegenheiten und Mülleimer.

3. Im ländlichen Raum muss es jungen Menschen ermöglicht werden, jederzeit mobil sein zu können. Sie wünschen sich deshalb eine Verbesserung des ÖPNV, der sich momentan in einem teilweise indiskutablen Zustand befindet. Besonders die Schüler*innen der Schmiedefelder Impulsschule berichten von langen Wartezeiten, ausfallenden Verbindungen und doppelten Ticketpreise für bestimmte Schüler*innen. Die gestellten Forderungen reichen bis hin zu einem grundsätzlich kostenlosen ÖPN für Schüler*innen.

4. Eine attraktive Stadt ist im 21. Jahrhundert auch eine digitale Stadt. Deshalb fordern die Jugendlichen, dass der Ausbau von frei zugänglichem WLAN in Suhl endlich mit Nachdruck vorangetrieben wird.

5. Junge Menschen wollen feste und vor allem auch eindeutig bekannte Ansprechpartner*innen, mit denen sie ihre Ideen und Forderungen besprechen können. Es muss deshalb von der Stadt ernsthaft erwogen werden, ein Kinder- und Jugendbüro einzurichten.

6. Die anwesenden Jugendlichen konnten sich gut vorstellen, digitale Beteiligungsformate zu testen. Dafür müsste jedoch (siehe Punkt 4) sowohl in Schulen als auch im öffentlichen Raum das WLAN-Netz ausgebaut werden.