Auf dieser Seite erklären wir euch die Grundbegriffe

der Kinder- und Jugendbeteiligung. 

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A wie Arthur

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B wie Bianca

Beteiligung / Partizipation
Partizipation hat mehrere Bedeutungen: Ein Teil vom Ganzen sein. Sich beteiligen. Das heißt mitsprechen, mitmachen, mitbestimmen. Der Begriff Partizipation (vom lateinischen, Substantiv pars = Teil und Verb capere = fangen, ergreifen, sich aneignen, nehmen) wird alternativ übersetzt mit Beteiligung, Teilhabe, Teilnahme, Mitwirkung, Mitbestimmung, Einbeziehung.
Partizipation bedeutet nicht, Kinder an die Macht zu lassen oder Kindern das Kommando zu geben. Es heißt, Entscheidungen, die das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden. Kinder sind dabei nicht kreativer, demokratischer oder offener als Erwachsene, sie sind nur anders und bringen aus diesem Grunde andere, neue Aspekte und Perspektiven in die Entscheidungsprozesse hinein.“

Bildung
Bildung meint die aktive Auseinandersetzung mit der Welt, indem man sich ein Bild von der Welt und der eigenen Person in dieser Welt macht. Bilden können Menschen deshalb immer nur sich selbst, Bildung ist also immer Selbstbildung. Deshalb ist Bildung mit Partizipation eng verknüpft. Pädagogische Fachkräfte und Kindertagespflegepersonen können die Bildung von Kindern fördern (Erziehung), indem sie die Umwelt der Kinder mit den Kindern gemeinsam gestalten, die Themen der Kinder aufgreifen und erweitern und indem sie ihnen neue Themen zumuten – immer in dem Wissen, dass die Kinder etwas ganz Eigenes daraus und damit machen.

C wie Charlotte

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D wie Daniel

Demokratie
Der Begriff Demokratie ist vieldeutig. Er kommt aus dem Griechischen [demos (Volk) und kratia (Herrschaft)] und bedeutet im Wortsinn erst einmal „Volksherrschaft“. Bereits seit mehr 2000 Jahren schreiben Philosoph*innen darüber, was Demokratie ist und wie sie umgesetzt werden kann. Entsprechend viele verschiedene Demokratietheorien gibt es. Im Hinblick auf die demokratische Partizipation von Kindern in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen kann zwischen Demokratie als Regierungsform und Demokratie als Lebensform unterschieden werden.

Demokratieförderung/-bildung
Demokratiebildung meint die selbsttätige Aneignung von Demokratie durch ihre Praxis. Durch eigene praktische Erfahrungen mit demokratischen Aushandlungs- und Entscheidungsprozessen erhalten Menschen die Möglichkeit, sich demokratisch zu bilden ( Bildung) und zwar ab Geburt ( U3-Kinder). Demokratiebildung ist also wie Demokratie darauf angewiesen, dass Menschen sie in die Praxis umsetzen. Dies geschieht in Kitas und Kindertagespflege vor allem in Form von demokratischer Partizipation.

Diskriminierung
Jeder Mensch macht im Laufe seines Lebens mehrfach die Erfahrung, stigmatisiert oder diskriminiert zu werden, sei es aufgrund der Herkunft, des Geschlechts, des Alters oder anderer der Person zugeschriebenen Merkmale. Diskriminierung ist, vereinfacht gesagt, ein Verhalten, das von subtilen Abwertungen und Kommentaren bis zu körperlicher Gewalt reicht. Es bezeichnet eine Benachteiligung oder Herabwürdigung von Gruppen oder einzelnen Personen. Viele Menschen sind sich dessen allerdings nicht bewusst. Für viele Menschen, Kinder wie Erwachsene, gehört Diskriminierung aber zum täglichen Leben. Und Diskriminierung bedeutet nicht, dass sich zwei oder mehrere Menschen einfach nicht sympathisch finden. Diskriminierung ist das Produkt gesellschaftlicher Strukturen, die es begünstigen, dass wir andere beurteilen und verurteilen, ohne sie wirklich zu kennen. Die Strukturen werden durch Stereotype und Vorurteile über bestimmte Gruppen gespeist, die den einzelnen Personen in diesen Gruppen Charaktereigenschaften zuschreiben.

E wie Emil

Eigenständige Jugendpolitik
Eigenständige Jugendpolitik bezeichnet einen Politikansatz, der die Interessen und Bedürfnisse von jungen Menschen zwischen 12 und 27 Jahren in den Mittelpunkt ressortübergreifenden politischen Handelns stellt. Er folgt den Leitlinien für eine Eigenständige Jugendpolitik.
Als Gesamtkonzept verfolgt die Eigenständige Jugendpolitik das Ziel, gelingende Lebens- und Aufwachsbedingungen ressort- und rechtskreisübergreifend mit und für junge Menschen zu gestalten. Dafür müssen sich Jugendliche, Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe sowie weitere relevante gesellschaftliche und politische Akteurinnen und Akteure für die Eigenständige Jugendpolitik in alle Politikfelder einmischen. Entscheidungen müssen mit Blick auf die Folgen für nachfolgende Generationen überprüft werden. Die Umsetzung der Eigenständigen Jugendpolitik vor Ort ist abhängig von spezifischen örtlichen Voraussetzungen und Bedarfen. Ob und wie die Umsetzung gelingen kann, wird gemeinsam mit den verantwortlichen Akteurinnen und Akteuren in den Jugendämtern entwickelt.

F wie Frederike

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G wie Gesine

Gender/Geschlechtergerechtigkeit
Der Begriff Gender kommt aus dem Englischen und ist der Gegenbegriff zum biologischen Geschlecht („sex“). Der Begriff Gender verweist darauf, dass die Art und Weise, wie Menschen ihr eigenes Geschlecht wahrnehmen und ausdrücken, nicht durch das biologische Geschlecht vorgegeben ist.
Im Deutschen können drei Aspekte von Gender/Geschlecht unterschieden werden: Das biologische Geschlecht (Welche Geschlechtsmerkmale, welche Chromosomen, welche Keimdrüsen besitze ich?), das soziale Geschlecht (Wie kann ich meine Geschlechterrolle ausdrücken?) und das psychologische Geschlecht (Welche Geschlechtsidentität habe ich?). Für die sexuelle Identität kommt noch die sexuelle Orientierung hinzu (Welche Personen begehre ich?). Obwohl die Zweigeschlechtlichkeit als vermeintlich „natürlich“ oder „normal“ gilt, ist sie das in keinem der genannten Aspekte ( Inter* Trans*). Sexuelle Identität ist vielfältig. Niemand darf auf der Basis von einzelnen oder mehreren Aspekten der sexuellen Identität diskriminiert werden

H wie Hans

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I wie Isabelle

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J wie Johannes

Jugendcheck
Der Jugend-Check ist ein Prüf- und Sensibilisierungsinstrument. Es soll die Auswirkungen geplanter Gesetzesvorhaben auf junge Menschen zwischen 12 und 27 Jahren sichtbar machen. 
Genutzt wird dabei ein Prüfraster bestehend aus Lebensbereichen und Wirkdimensionen. Die Prüfung erfolgt nach wissenschaftlichen Maßstäben. Die Ergebnisse des Jugend-Checks können im weiteren Gesetzgebungsprozess genutzt werden – zum Beispiel um nicht erwünschte Auswirkungen von Gesetzen auf junge Menschen zu vermeiden oder um andere Auswirkungen zu verstärken. Als Instrument der Gesetzesfolgenabschätzung kann der Jugend-Check damit zu guter Gesetzgebung beitragen.

Jugendforum

Ein Jugendforum bietet allen Jugendlichen einer Stadt oder eines Stadtteils die Möglichkeit ihre Wünsche und Anliegen für eine attraktivere Stadt vorzutragen und diese mit anderen Jugendlichen zu besprechen. Im Anschluss an ein Jugendforum sollen die für euch wichtigsten Themen dann gemeinsam mit Erwachsenen bearbeitet und umgesetzt werden.

Im Jugendforum können alle Jugendlichen in der Stadt mitsprechen und mitmachen.

Ziel eines Jugendforums ist es der Stadtverwaltung, dem Gemeinderat und denn Bewohner:innen eure Wünsche, Anregungen und Kritik deutlich zu machen und gemeinsam etwas zu verändern!

 

Jugendhilfeausschuss (JHA)
Der Jugendhilfeausschuss (JHA) – in der Fachdiskussion auch als „Kinder- und Jugendhilfeausschuss“ bezeichnet – ist ein kommunal verankertes und fachpolitisches Gremium des örtlichen Trägers der Kinder- und Jugendhilfe. Als wesentlicher Bestandteil des zweigliedrigen Jugendamtes hat der Ausschuss eine richtungsweisende Funktion hinsichtlich der Bearbeitung von Fragestellungen der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik und die Kinder- und Jugendhilfe betreffende Themen. Zudem hat er im vorgegebenen Rahmen Entscheidungen hinsichtlich der Kinder- und Jugendhilfe zu treffen und gegebenenfalls für die Vertretungskörperschaft vorzubereiten. Die Aufgaben des JHA sind geregelt in den §§ 70 und 71 SGB VIII. Durch das verbindliche Zusammenwirken von freier und öffentlicher Jugendhilfe stellt der JHA das zentrale Gremium partnerschaftlicher Zusammenarbeit dar.

Jugendparlament
In Jugendparlamenten nehmen Vertreter Interessen für Kinder und Jugendliche gegenüber den jeweiligen Gemeinden wahr. Dabei werden Fragen zur Schulhofgestaltung, zu Radwegen oder Freizeitanlagen ebenso behandelt wie auch Probleme des Umweltschutzes. Mögliche Lösungsvorschläge werden in Form von Anträgen den Politikern vorgelegt. Es ist auch möglich, dass das Jugendparlament einen eigenen Etat zur Verfügung hat, über den es frei verfügen kann.

Jugendpolitische Sprecher:innen:
Ihr könnt Euch mit Euren Anliegen direkt an die jugendpolitischen Sprecher:innen wenden. In jeder Stadtratsfraktion gibt es eine/n jugendpolitische/n Sprecher:in, welche sich auf die politischen Themen spezialisiert hat, die Jugendliche betreffen.

Jugend verändert Suhl

Jugend verändert Suhl“ ist die Kinder- und Jugendbeteiligungsstruktur in Suhl. Wir regen deswegen Engagement und Mitwirkung von jungen Menschen an, setzen uns für ihre Interessen ein und binden Heranwachsende in Entscheidungen ein, welche ihr tägliches Leben betreffen. Um das zu bewerkstelligen sind wir ein Netzwerk aus Jugendvertreter:innen, Jugendeinrichtungen und Aktiven aus der Kinder- und Jugendhilfe und arbeiten mit Verbänden, Initiativen, Verwaltung und Politik zusammen. Im Interesse von jungen Menschen führen wir verschiedene Beteiligungsformate und -projekte durch, welche an unterschiedliche Zielgruppen gerichtet, digital und analog, im Großen und im Kleinen stattfinden. Weitere Infos hier.

Junge Menschen:
Junger Mensch ist ein in deutschen und österreichischen Gesetzen definierter Begriff. In Deutschland wird damit eine unter 27 Jahre alte Person bezeichnet.

K wie Karl

Kinderrechte

Was vor vielen Jahren oftmals noch Widerspruch ausgelöst hat, ist heute überwiegend unstrittig: Kinder haben Rechte. Sie sind – ebenso wie Erwachsene – Grundrechtsträger. Sie haben ein Recht darauf, ihre Persönlichkeit frei zu entfalten, sich eine Meinung zu bilden und diese frei zu äußern oder vor Diskriminierung geschützt zu werden. Kinderrechte konkretisieren sich vor allem in der Rechtstellung von Kindern, wie sie sich aus der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ergibt. Dies hat schon 1968 in einem Urteil klargestellt, dass auch Kinder Träger subjektiver Rechte sind.

Kinderparlament
Ein Kinderparlament ist ein Gremium für die demokratische Partizipation / Beteiligung von Kindern in Kindertageseinrichtungen.

Kinder- und Jugendbeirat:
Kinder- und Jugendbeiräte (KJB/KiJuB) sind eine Form der Einbeziehung und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an kommunalpolitischen Entscheidungen und Prozessen.  Die Kinder- und Jugendbeiräte sind politische Gremien und bestehen aus gewählten Vertretern der Kinder und Jugendlichen der Kommune. Als Rechte werden u. a. Rede- & Antragsrecht zugesprochen, d. h., es wird eine Möglichkeit gegeben, die Position der Kinder und Jugendlichen zu einer Entscheidung der Verwaltung bzw. der politischen Verantwortlichen zu vertreten. Als überparteiliche Gremien sind sie unabhängig und an niemanden gebunden. Zu den Aufgaben der Kinder- und Jugendbeiräte zählen u. a. die Feststellung der Stimmung der Kinder und Jugendlichen in der Kommune, sowie die Auswertung und daraus möglicherweise resultierende Optimierung. Des Weiteren können Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche durchgeführt werden, Spielplätze verändert werden und/oder Beteiligungsprojekte mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt werden. Dies muss aber in Abstimmung mit den Jugendhilfeausschüssen, die Teil der Jugendämter sind, geschehen.


Kinder- und Jugendbeteiligung

Unter Kinder- und Jugendbeteiligung wird die aktive Teilhabe von Kindern und jungen Menschen an Planungs- und Entscheidungsprozessen des öffentlichen Lebens, in Schule, Vereinen, oder verschiedenen politischen Ebenen, bzw. am Familienleben verstanden.

Partizipation von Kindern und Jugendlichen bedeutet das Ermöglichen ihrer verbindlichen Einflussnahme auf unterschiedliche Prozesse, v. a. von denen sie selbst betroffen sind. Dazu müssen diese Prozesse von Erwachsenen und Entscheidungsträgern, mittels angepasster Formen und Methoden so gestaltet sein, dass Entscheidungen mit jungen Menschen auf gleicher Augenhöhe ausgehandelt werden, wobei das Nichts für uns ohne uns!-Prinzip gilt.

Entscheidend für eine starke Jugendbeteiligung sind die Grundsätze Machtabgabe, Transparenz und Klarheit, Information, Zielgruppengerechtigkeit, Ressourcen, Zeit, Wirkung, Evaluation und Dokumentation der Ergebnisse, sowie Spaß.

Die Partizipation von jungen Menschen an gesellschaftlichen Prozessen ist einerseits ein Kinderrecht und andererseits ermöglichen partizipative Angebote die bürgerschaftliche Weiterbildung durch Mit- und Selbstbestimmung, Mitgestaltung, Selbstständigkeit und Eigenverantwortung, sowie durch erlernen eines gesellschaftliche Verantwortungsbewusstseins und von Gemeinschaftsfähigkeit.

Junge Menschen erlernen durch die Möglichkeit der aktiven Beteiligung die Fähigkeiten sich in demokratischen Prozessen einzubringen, nämlich selbst Entscheidungen zu treffen, sich eine eigene Meinung zu bilden und diese zu äußern, Debatten zu führen, Kompromisse einzugehen und Dissens auszuhalten, sowie eigene Ideen einzubringen, die gemeinsam umgesetzt werden

L wie Laura

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M wie Marie

Macht
Macht meint die Fähigkeit einer oder mehrerer Personen, auf das Verhalten und Denken einzelner oder mehrerer Personen so einzuwirken oder sie so zu beeinflussen, dass diese sich ihren Ansichten oder Wünschen unterordnen und sich danachverhalten. 

Mitbestimmung
Mitbestimmung meint die Mitwirkung und Mitentscheidung von Menschen an den sie betreffenden Angelegenheiten. Dabei geht es meist um Entscheidungen oder Planungen anderer (Behörden, Arbeitgeber, Politik etc.). Kinder sind ebenso wie Erwachsene oft von Planungen anderer betroffen und haben grundsätzlich das Recht, beteiligt zu werden.

N wie Nora

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O wie Oskar

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P wie Paul

Partizipation/ Beteiligung
Partizipation hat mehrere Bedeutungen: Ein Teil vom Ganzen sein. Sich beteiligen. Das heißt mitsprechen, mitmachen, mitbestimmen. Der Begriff Partizipation (vom lateinischen, Substantiv pars = Teil und Verb capere = fangen, ergreifen, sich aneignen, nehmen) wird alternativ übersetzt mit Beteiligung, Teilhabe, Teilnahme, Mitwirkung, Mitbestimmung, Einbeziehung.
Partizipation bedeutet nicht, Kinder an die Macht zu lassen oder Kindern das Kommando zu geben. Es heißt, Entscheidungen, die das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden. Kinder sind dabei nicht kreativer, demokratischer oder offener als Erwachsene, sie sind nur anders und bringen aus diesem Grunde andere, neue Aspekte und Perspektiven in die Entscheidungsprozesse hinein.“


Q wie Quentin

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R wie Roman

Religion/Weltanschauung
Religion ist der Oberbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher Weltanschauungen, deren Grundlage der jeweilige Glaube an bestimmte überirdische, übernatürliche oder übersinnliche Kräfte ist; häufig auch an heilige Objekte.
Wenn es um unsere Gesellschaft geht oder um die Demokratie, dann ist es kaum bestreitbar, dass es sehr viele Weltanschauungen gibt. Auch dies ist ein Aspekt von Vielfalt in einer lebendigen Demokratie. 

S wie Steffie

Selbstbestimmung / Freie Persönlichkeitsentfaltung
Selbstbestimmung bedeutet, dass jeder Mensch selbst darüber entscheiden darf, wie er leben möchte. Diese Freiheit, über sein Leben selbst zu bestimmen, ist ein Menschenrecht, das auch durch unsere Verfassung geschützt wird. In unserem Grundgesetz steht deswegen auch in Art 2, Absatz 1, dass „jeder das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit“ hat.
Selbstbestimmung heißt aber nicht, dass man ohne Rücksicht auf andere handeln darf. Deswegen steht im Grundgesetz auch, dass die Freiheit dort endet, wo sie die Rechte anderer verletzt oder gegen die Vorschriften unserer Verfassung verstößt. Außerdem ist Freiheit immer auch mit Verantwortung verbunden. 

Selbstwirksamkeit
„Ich kann das (schon)“, „weiß ich doch“, „musst Du mir nicht erklären“ – wer kennt diese Aussagen von Kindern nicht. Kinder halten sich entwicklungsbedingt phasenweise für die Größten, für Alleskönner, für Superfrauen und -männer. Dann strotzen sie vor Selbstvertrauen. Was für Eltern, Fachkräfte oder Tagespflegepersonen bisweilen etwas anstrengend ist, ist für die Entwicklung des Kindes immens wichtig, denn die Kinder entdecken ihre Selbstwirksamkeit. Damit einher sammeln sie Wissen und die Kompetenz, neue und schwierige Anforderungen bewusst bewältigen und beeinflussen zu können. Wenn Kinder anfangen, ihre eigenen Fähigkeiten einschätzen zu können, beginnen sie sich selbst zu vertrauen und ihr eigenes Handeln zu reflektieren. 
Selbstwirksamkeitserfahrungen und Selbstvertrauen sind wichtige Voraussetzungen für die Partizipation von Kindern. Gleichzeitig bewirkt die Partizipation von Kindern Selbstwirksamkeitserfahrungen und fördert ihr Selbstvertrauen. Für Kinder ist es wichtig, die Erfahrung zu machen, dass einem etwas gelingt. Das setzt voraus, dass Erwachsene Kindern diese Erfahrungen ermöglichen.

Stereotype und Vorurteile
Stereotype sind vereinfachte und verzerrte Vorstellungen, die wir über eine bestimmte Gruppe haben. Sie können positiv (Mädchen sind sanft und nett) oder negativ (Mädchen können nicht so gut rechnen wie Jungen) sein und sich im Laufe der Zeit und mit der gesellschaftlichen Einstellung gegenüber bestimmten Gruppen ändern.
Stereotype sind sehr einflussreich, da sie unser Bild von einer bestimmten Person und Gruppe und dadurch unsere Interaktion, Reaktion und Verhaltensweise gegenüber dieser Person und Gruppe stark beeinflussen. Die Basis für Stereotypisierung ist bei allen Menschen angelegt, denn um im Leben und in der Welt zurechtzukommen, kategorisieren wir.
Unsere Mitmenschen werden dabei anhand verschiedenster Merkmale eingeteilt. Stereotype können sich zu (Vor-)Urteilen verdichten, wenn sie mit negativen Emotionen besetzt werden und wir anhand des Stereotyps einzelne Personen negativ beurteilen. Es sind falsche, herabsetzende, einseitige Einstellungs- und Beurteilungsmuster. Vorurteile dienen der Identitätsbildung und der Abgrenzung bestimmter Gruppen. Oft werden der eigenen Gruppe dabei positive Eigenschaften zugeschrieben. Zugrunde liegen Vorurteilen und auch Stereotype, eine Vereinfachung der Welt und das Bevorzugen von einfachen Erklärungen für komplexe Sachverhalte.

T wie Torsten

Teilhabe und Teilnahme
Wenn von Teilhabe oder Teilnahme bzw. Partizipation von Kindern die Rede ist, dann sind damit meist die Möglichkeiten der Mitbestimmung im  im Alltag gemeint. Die Einflussnahme der Kinder kann zum Beispiel die gemeinsamen Regeln betreffen, das festzulegende Tagesprogramm, die Auswahl des Essens oder die Raumumgestaltung.

U wie Uwe

UN-Kinderrechtskonvention
Mit dem 1989 verabschiedeten „Übereinkommen über die Rechte des Kindes“, der UN-Kinderrechtskonvention (kurz: UN-KRK), verpflichten sich die unterzeichnenden Vertragsstaaten zur Einhaltung der in der Konvention formulierten Kinderrechte. Bis auf die USA haben weltweit alle Länder das Abkommen ratifiziert. Die Kinderrechtskonvention gilt für Kinder und Jugendliche im Alter von 0-18 Jahren. Deutschland trat dem Abkommen 1992 bei. Seitdem ist Deutschland völkerrechtlich verpflichtet, Kinderrechte wo nötig in deutsches Recht zu überführen und die Kinderrechte umzusetzen. Die UN-KRK stellt als Weiterentwicklung der „Erklärung der Rechte des Kindes“ der Vereinten Nationen von 1959 Kinderrechte erstmalig auf eine völkerrechtlich verbindliche Grundlage. Festgeschrieben sind die Rechte auf Schutz, Bildung, Familie, Gleichberechtigung, Nichtdiskriminierung oder das Recht auf Beteiligung.

V wie Viola

Vielfalt
Der Begriff Vielfalt wird im Bereich der Kindertagesbetreuung oft auf kulturelle Vielfalt verengt und angewendet. Darunter versteht man die Existenz von vielfältigen Identitäten und Kulturen innerhalb und zwischen menschlichen Gruppen und Gesellschaften, wie sie sich auch in der Kindertagesbetreuung widerspiegeln. Kitas werden gleichermaßen von Jungen, Mädchen, Kindern aus bildungsnahen und -fernen Familien, mit oder ohne Migrationshintergrund, von Kindern mit Fluchterfahrungen und von Kindern aus unterschiedlichen Familienkonstellationen besucht. Aufgrund der wachsenden Vielfalt und Heterogenität in der Gesellschaft brauchen auch Fachkräfte der Kindertagesbetreuung und Kindertagespflegepersonen interkulturelle Kompetenzen. Dies meint die Fähigkeit, in Situationen kultureller Vielfalt effektiv und angemessen zu agieren. Sie wird durch Einstellungen und Haltungen, emotionale Aspekte, (inter-)kulturelles Wissen, spezielle Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie allgemeine Reflexionskompetenz befördert.

Vorurteile und Stereotype

Stereotype sind vereinfachte, schematisierte und verzerrte Vorstellungen, die wir über eine bestimmte Gruppe haben. Sie können positiv (Mädchen sind sanft und nett) oder negativ (Mädchen können nicht so gut rechnen wie Jungen) sein und sich im Laufe der Zeit und mit der gesellschaftlichen Einstellung gegenüber bestimmten Gruppen ändern.13 Stereotype sind sehr einflussreich, da sie unser Bild von einer bestimmten Person und Gruppe und dadurch unsere Interaktion, Reaktion und Verhaltensweise gegenüber dieser Person und Gruppe stark beeinflussen. Die Basis für Stereotypisierung ist bei allen Menschen angelegt, denn um im Leben und in der Welt zurechtzukommen, kategorisieren wir. Unsere Mitmenschen werden dabei anhand verschiedenster Merkmale eingeteilt. Stereotype können sich zu (Vor-)Urteilen verdichten, wenn sie mit negativen Emotionen besetzt werden und wir anhand des Stereotyps einzelne Personen negativ beurteilen. Es sind falsche, herabsetzende, einseitige Einstellungs- und Beurteilungsmuster. Vorurteile dienen der Identitätsbildung und der Abgrenzung bestimmter Gruppen. Oft werden der eigenen Gruppe dabei positive Eigenschaften zugeschrieben. Zugrunde liegen Vorurteilen und auch Stereotype, eine Vereinfachung der Welt und das Bevorzugen von einfachen Erklärungen für komplexe Sachverhalte

W wie Waldemar

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X wie Xenia

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Y wie Yuri

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Z wie Zoe

Zuschreibungen
Zuschreibung meint, einzelnen Menschen oder Gruppen Eigenschaften zuzuordnen, zumeist ohne dass diese geprüft oder beurteilt wurden. Von Zuschreibungen spricht man oft im Zusammenhang mit Diskriminierung und Vorurteilen.